Test Mini Dualband MMDVM HotSpot

Test Mini Dualband MMDVM HotSpot

Auf dem größten Online Marktplatz finden sich allerlei HotSpots, auch auch Fernost. Mein Interesse galt einer sehr kleinen Dualband MMDVM HotSpot Platine, JumboSpot genannt, zu dem es passende Gehäuse in schwarz und silber, sowie ein kleines 0,95″ OLED Display gibt. Diese Displays gibt es mit farbiger oder rein weißer Anzeige bei schwarzem Hintergrund.
Das dazu passende Image ist das PI-Star, das eine komplette Unterstützung der Hardware inkl. Display zur Verfügung stellt und zudem sehr einfach per Browsersteuerung zu konfigurieren ist.
Als Rechenknecht dient ein Raspberry PI zero W, an dessen Größe sich die Platine des JumboSpot angepasst hat, um Huckepack auf die GPIO Leiste des Raspberry PI zero aufgesteckt zu werden. Auch reicht die Reichenleistung für den Betrieb aus.

Komplett fertig aufgebaute Geräte kosten um die 100€. Einzeln als Bausatz zusammen gestellt kann man jedoch eine Menge sparen.

Solch einen Bausatz habe ich mir zugelegt. Nach ca. 2 Wochen kam ein kleines Päckchen per DHL an.

Nach dem Auspacken lagen dann alle Teile vor, einen Raspberry PI zero W hatte ich aus anderen Versuchen noch vorliegen. Es muss nur die SMA Buchse und das DIsplay eingelötet werden.

Ein Klick auf die Bilder zeigt diese vergrößert

Alle Teile ausgelegt

Alles im Gehäuse untergebracht

Die mitgelieferte 70cm Antennen noch drauf. Fertig!

Nach Einrichtung des PI-Star Images mit WLAN

Mit Powerbank für unterwegs mit mobilen Daten QRV

Größenvergleich zum OpenSpot von SharkRF

Konfiguration im PI-Star

Strom- und Leistungsaufnahme im Idle/RX Betrieb

 

U rx: 4,99V
I rx: 140mA
P rx: 697mW

 

 

 

 

Stromnaufnahme im TX Betrieb bei 10mW

 

U tx: 4,99V
I tx: 150mA
P tx: 748mW

 

 

 

 

Auf 24 Stunden hochgerechnet sind es ca. 18 W/h. Ein wirklich geringer Verbrauch.

Mein Fazit:
Der HotSpot funktioniert auf 2m und 70cm einwandfrei und mit 10mW ist die Reichweite wie mit anderen HotSpots sogar mehr als genug. In die Fensterbank gestellt konnte ich mobil mit dem Motorola DM4600 an einem 1/4 Wellenstrahler die Signale auf 70cm mit der beigelegten SMA-Antenne bis ca. 2km empfangen.

Dabei ist der HotSpot ein echter Stromsparer (siehe Daten und Bilder).

Alle bekannten Betriebsarten werden unterstützt. Ich habe DMR im Brandmeister Netz, DStar und C4FM in den YSF Reflektoren getestet. Für C4FM musste ich den RXLevel von 50 auf 65 erhöhen. Die Betriebsarten Tests wurden durchgeführt mit:

  • DMR: RETEVIS RT82, Radioddity GD-77, Motorola DM4600
  • C4FM: YAESU FTM400, FTM100D und FT2DE
  • DStar: ICOM ID-51E Plus

Das OLED Display ist mit 0,95″ recht klein und kann nur aus naher Distanz vernünftig abgelesen werden. Zur Kontrolle erfüllt es seinen Zweck und ist eine sinnvolle Ergänzung.

Der Betrieb mit dem beliebten PI-Star Image ist sehr einfach einzurichten. Nach dem Kopieren des Image auf eine micro SD Karte kann mit dem Tool “WIFI Builder” auf www.pistar.uk/  eine passende Datei zur Einrichtung der WLAN Verbindung oder zum Smartphone sofort mit eingerichtet werden. So entfällt eine Anschaffung von Adapterkabel micro USB auf USB A Buchse und einem USB-LAN Adapter für das Kabelnetzwerk.

Im der Konfiguration des PI-Star muss dann als Radio/Modem Typ “STM32-DVM / MMDVM_HS Raspberry PI Hat (GPIO)” ausgewählt werden (siehe Bild).

Natürlich muss man das Display nicht einbauen. Damit kann die Stromaufnahme im Betrieb mit einer Powerbank nochmals reduzieren.

Wie der OpenSpot ist auch dieser kleine Hotspot, der noch um einiges kleiner ist, sehr gut geeignet, um ihn in Verbindung mit mobilen Daten vom Smartphone oder Tablet unterwegs im Kfz, im Urlaub oder im Betrieb in Gegenden ohne Repeaterversorgung zu betreiben.

Viel Spaß beim gemeinsamen Hobby und vy 73 de Hans-Jürgen Marx DJ3LE

10 Gedanken zu „Test Mini Dualband MMDVM HotSpot

  1. Danke für diesen interessanten Beitrag! 🙂 Muss der Bausatz lediglich zusammengesteckt und verschraubt werden, oder muss auch gelötet werden?

  2. Guten Abend Paul,
    beim Bausatz musst Du nur die SMA-Buchse und das Display mit 4 Stiften verlöten.
    73 de Hans-Jürgen Marx DJ3LE

    • Moin,
      gebe bei Ebay in der Suchmaske “MMDVM Hotspot” ein… dann hast Du reichlich Auswahl.

      73 de Hans-Jürgen DJ3LE

  3. Danke! Ichhabe den Eindruck, dass man hierbei deutlich mehr für sein Geld bekommt als z.B. bei einem OpenSPOT (SharkRF) oder einem DV4mini. 🙂 Oder gibt es Gründe, die gegen diesen MMDVM Hotspot sprechen würden?

    • Hallo Paul,
      die Verarbeitung ist recht gut und mit der Nutzung des Pi-Star Images geht es genauso gut, wie mit einem DVMega und Raspberry Pi 3, nur das der Raspberry Pi zero W nicht so schnell ist. Für die digitalen Betriebsarten reicht es jedoch völlig aus.
      Lediglich bei Betrieb im heimatlichen WLAN sollte man nicht all zu weit vom Router sein, da die WiFi Antenne auf dem Raspberry im Metallgehäuse merklich abgeschirmt ist. Wenn die WLAN Verbindung zu schlecht wird, fängt es im DMR Gerät zu klötzeln ist.
      Der Betrieb mit einem Smartphone als WiFi Hotspot funktioniert mit meinem iPhone im Vodafone Netz sehr gut.
      Vy 73 de Hans-Jürgen DJ3LE

  4. Dem kann ich allen nur beipflichten. Ich habe 3 Stück davon. Brandmeister DMR Plus und D Star gehen siomlt gleichzeitig. Preis Leistung ist sehr gut. Zum Vergleich ein DV Mega kostet allein schon um die 130 Euro „dualmod“ dann brauch man noch einen Raspl
    73 DO2STO

    • Hallo Frank,
      danke für Dein Feedback.

      Vy 73 de Hans-Jürgen DJ3LE

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